Ausgangssituation Die Lüneburger Heide
verfügt über ein vielfältiges Angebot an Gewässern, die zum paddeln
einladen. Aufgrund der teilweise fehlenden Vereinbarkeit von Naturschutz
und touristischen Belangen wurden zahlreiche Gewässer jahreszeitlich ganz
oder teilweise gesperrt. Es kommt dadurch zu einem Verdrängungseffekt und
damit zur Überbeanspruchung der noch nicht gesperrten Gewässer.
Die Gewässer im Landkreis Uelzen sind zur Zeit noch nicht
gesperrt. Das Wehr in Medingen muss weiträumig umtragen werden. Auf Grund
einer freiwilligen Selbstbeschränkung sollen jedoch nur die Ilmenau, die
Gerdau ab Bohlsen in kleinen Gruppen und die Stederau ab Wieren in kleinen
Gruppen befahren werden. Die Ilmenau ab Medingen und der Elbe-Seitenkanal
sind auch für Ruderer geeignet.
Projektinhalt Um diesen
Problemen entgegenzuwirken, hat der Landkreis Uelzen das Projekt
“Umweltverträgliches Kanuwandern” initiiert, an dem sich die Landkreise
Celle, Gifhorn, Lüchow-Dannenberg, Lüneburg, Rotenburg/Wümme,
Soltau-Fallingbostel und Uelzen beteiligen. In Zusammenarbeit mit natur
aktiv e. V., Hannover wurden verschiedene Bausteine entwickelt, die der
Lenkung und Information der Bootsnutzer dienen. Hierzu gehören
- die Entwicklung eines
Gütesiegels
- die Entwicklung einer
Musterverordnung mit einer differenzierten Befahrensregelung
- die Errichtung von Lehrpfaden am
Wasser
- die Schaffung von Ein- und
Ausstiegsstellen sowie Rastplätzen
- Erstellung von
Tourenbeschreibungen und Flusskarten
Das Projekt umfasst eine rege Öffentlichkeitsarbeit mit
Ausstellungen, Messebeteiligung, Rundschreiben. Zahlreiche private und
öffentliche Organisationen bzw. Institutionen sind an dem Projekt
beteiligt.
Durchführung Der
Landkreis Uelzen ist Projektträger und Koordinator. Mit der Durchführung
des Projektes wurde natur
aktiv - Verein zur Förderung
regionaler Umweltbildung, naturverträglichen Sports und Tourismus e. V. in
Hannover beauftragt.
Finanzierung
Die Kosten des Projektes sind zur Hälfte durch LEADER
II und zur anderen Hälfte durch die Bundesanstalt für Arbeit durch Einsatz
von ABM-Kräften und die beteiligten Landkreise aufgebracht
werden.
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